Autoren

Art des Projekts

Studienarbeit im Grundstudium

Entstehungszeitraum

WS 04/05

Zugehöriger Workspace

Betreuung

Himmelsleiter - ein interaktiver Essay

Himmelsleiter - ein interaktiver Essay

Ein Kooperationsprojekt zwischen der FH Potsdam und dem [Hans Otto Theater Potsdam](http:// www.hot.potsdam.de).

Im März 2005 wurde ind der Russenhalle des Hans Otto Theaters das Stück "Himmelsleiter" von Ulrich Zaum uraufgeführt. Im Stück werden die Lebenswege von Menschen nachgezeichnet, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf der Suche nach einer Utopie sind.

Begleitend zur dieser Inszenierung wurde im Seminar "Interaktives Erzählen" ein interaktiver Essay entwickelt, der die Stationen und Innenansichten dieser Suche nachzeichnet. Basierend auf der fragmentarischen und episodenhaften Struktur des Stückes entstanden eine Reihe von Kurzfilmen, die durch eine nichtlineare Struktur miteinander verwobend sind. Ziel war hierbei weniger, das Stück in einem digitalen Format zu wiederholen, sondern vielmehr eine freie Bearbeitung zu entwickeln, welche die Inhalte und Strukturen des Stückes aufgreift. Insofern stellt der interaktive Essay eine weitere Ansicht des Stückes dar.

Der interkative Essay war in Form eines Touch-Screen-Terminals im Foyer der Reithalle zu sehen. Um dieses "Kernstück" des Projektes entstanden noch zwei weitere Arbeiten, die eng mit der Aufführung verwoben waren: der Überleitungsfilm und die Zwischentitel des Stückes.

Der interaktive Essay

Kernstück der Projektarbeit bildet der interaktive Essay, der in der Reithalle auf einem Touch-Screen-Terminal und einem Projektionssystem lief. Der Essay bietet den Besuchern die Möglichkeit, sich dem Stoff des Stückes in interaktiver Form zu nähern. Der Aufbau des Essays ist an die episodenhafte Struktur des Stückes angelehnt. Die Kurzfilme des Essays sind in einer Netzwerkartigen Struktur miteinander verwoben. Die Verbindungen zwischen den einzelnen Filmen folgen dabei nicht der Struktur des Stückes sondern sind eher thematisch bzw. assoziativ angelegt. Die Konzeption des Stückes mit seinem großen historischen Bilderbogen über vier Jahrzehnte und vielschichtigen kunsthistorischen und politischen Anknüpfungpunkten ermöglicht es, die auf der Bühne dargestellten „ShortCuts“ mit zeithistorischen Meilensteinen und biografischem Referenzmaterial in einer Hypermedia-Struktur zu vernetzen.

Die Zwischentitel

Aufgrund der Episodenhaften Struktur des Stückes und den großen Zeiträumen, die im Stück behandelt werden, war es in der Inszenierung notwendig, Zwischentitel einzubauen. Sie informieren die Zuschauer über den Ort und den Zeitpunkt der folgenden Episode und wurden in enger Anlehnung an die formale Struktur des interaktiven Essays entwickelt.

Zum Stück „Himmelsleiter

Das Stück „Himmelsleiter“ zeichnet - ausgehend vom Ende des Ersten Weltkriegs – verschiedene Lebensläufe über einen Zeitraum von mehr als dreißig Jahren - bis hinein in die Fünfzigerjahre - nach. Den handelnden Figuren liegen zum Teil historisch belegte Vorbilder zugrunde, darunter etwa der Schriftsteller Arnolt Bronnen, der Verleger und Produzent Willi Münzenberg, der Kommunist und zeitweilige Reichstagsabgeordnete Heinz Neumann und viele andere mehr.

Man erlebt die Figuren bei ihrem Kampf für die Verwirklichung von Utopien bzw. von politischen Ideen oder – je nachdem – bei ihrer Anpassung an die politischen Verhältnisse, wird gegebenenfalls Zeuge ihres Scheiterns bzw. ihrer Desillusionierung… verfolgt in jedem Falle einen großen historischen Bilderbogen am Beispiel psychologisch unterlegter Biografien.

Die Premiere fand am Sonnabend, 05. März 2005, in der Reithalle A an der Schiffbauergasse statt. Insgesamt gab es elf Vorstellungen. Regie führte Tobias Sosinka; es spielte das Schauspielensemble des Hans Otto Theaters.

Die Zwischentitel (1)

Die Zwischentitel (2)

Der Opener

Um eine Verbindung zwischen dem interaktiven Essay und der Inszenierung zu schaffen, wurde ein Übergangsfilm entwickelt. Inhaltlich stellt der Film eine Zeitreise aus dem Jahr 2005 bis hin zum Jahr 1918 dar. Fragmentarisch tauchen in kurzen Bildfolgen Ereignisse der Weltgeschichte auf, welche die Rahmenhandlung des Stückes darstellen. Der Übergangsfilm bildet somit das Bindeglied zwischen dem Aufführungsort, dem interaktiven Essay und der Inszenierung

Der Opener (MOV)

QuickTime // 2,8 MB // 03:18 min

CREDITS

// VIDEOINSTALLATION FOYER
Sophie Bayerlein, Liane Heinze, Yvonne Anna Homolka, Anika Kaiser, Franziska Mehner, Anna-maria Mohr, Carolin Nagel, Antonia Offizier, Maud Radtke, Melanie Skowronek, Nadine Tischler, Julia Werner, Jan Arnold, Timm Kekeritz, Daniel Klöhn, Peer Kriesel , Sebastian Manger, Marek Plichta, Denny Rosenthal, Florian Stumpe, Lars Trautmann, Klaus Zimmermann, Phillip Zwanzig

// OPENER
Lars Trautmann

// ZWISCHENTITEL
Sebastian Manger, Denny Rosenthal

// DVD AUTHORING
Liane Heinze, Maud Radtke, Klaus Zimmermann, Phillip Zwanzig

// DVD INTERFACE
Julia Werner, Jan Arnold, Daniel Klöhn

// LEITUNG
Prof. Klaus Dufke, Prof. Boris Müller