Plutchik's theory of basic emotions (Plakat)
Der Psychologe Robert Plutchik entwickelte in den 1960er bis 80er Jahren eine Emotionstheorie, in der er von acht angeborenen, sich evolutionär entwickelten Basisemotionen ausgeht, aus denen sich alle anderen Emotionen ableiten. Das Plakat von Markus Drews visualisiert diese Theorie als Infografik. Es entstand im Kurs "Information Mapping" bei Prof. Krohn an der FH Potsdam.
Grundidee
Plutchik geht in seiner Emotionstheorie bereits von einer radialen Anordnung der Basisemotionen in einem Diagramm aus. Er beschreibt dies in seinem Buch "EMOTION - A Psychoevolutionary Synthesis" und nimmt auch auf die Analogie zum Farbkreis bezug. Ausgehend von dieser Darstellung entstand die Idee, weitere Teile von Plutchiks Emotionstheorie zu visualisieren und die Theorie aus ihrer Buchform in ein leicht verständliches Plakat zu transformieren.
Zehn Postulate
Die Grundannahmen seiner Theorie beschreibt Plutchik in zehn Postulaten, die er in seinem Buch näher ausführt. So bilden die Postulate auch die Grundlage zum Verständnis der Diagramme auf dem Plakat. Nicht jedes der Postulate eignet sich für eine Visualisierung, auch lassen sich nicht alle Postulate in sinnvoller Form in ein einziges Diagramm integrieren. Daher erfolgen von den Postulaten ausgehend Verweise auf die im Plakat abgebildeten Diagramme.
Basisemotionen, Intensitäten, Ähnlichkeiten, Gegensätze
Das Vorhandensein von Basisemotionen bildet die Grundlage von Plutchiks Theorie. Jede Basisemotion ist einer anderen mehr oder weniger ähnlich (radiale Anordnung), sich im Kreis gegenüberstehende Emotionen bilden Gegensätze. Die Farben des Farbkreises wurden hier lediglich für die Emotionsbegriffe verwendet, die Farben werden an anderer Stelle im Plakat wieder aufgegriffen. Von Plutchik gemessene Intensitäten verschiedener Emotionen werden als eine Art "Emotion Cloud" dargestellt. Damit soll auch verdeutlicht werden, dass die Begriffe lediglich unscharfe, kulturell und subjektiv geprägte Definitionen darstellen, die zudem nur für eine Sprache, hier dem Englischen, Gültigkeit besitzen.
Kombinationen aus Emotionen: Dyaden
Die auf dem Kreis ein- bis dreistufig benachbarten Basisemotionen lassen sich, wenn sie gleichzeitig empfunden werden, zu neuen Emotionen, den sogenannten Dyaden, kombinieren. So kann aus Freude und Vertrauen Liebe entstehen. Sich gegenüberstehende Emotionen bilden einen Konflikt, der zu einer Handlungshemmung führen kann.
Ereignissequenzen
Ereignisse führen nach ihrer kognitiven Bewertung zum Empfinden einer Emotion. Diese löst wiederum eine dem Ereignis angepasste, doch emotionsspezifische Handlung aus. Dieses Verhaltensmuster verschafft uns einen evolutionären Vorteil.
Wissenschaftliche Grundlagen
Plutchiks wissenschaftliches Fundament findet sich im optischen Fundament des Plakates wieder, auf der die frei platzierten Diagramme halt finden. Es enthält die Namen der Wissenschaftler, auf deren Arbeit Plutchik seine Theorie maßgeblich aufbaut und die er immer wieder zitiert. Dabei werden Gruppen gebildet, die den ersten fünf Kapiteln in Plutchiks Buch entsprechen.
Ergebnis
Das komplette Plakat kann links im Bereich "Material" als PDF geladen werden.






