Autor

Projektart

Studienarbeit im Masterstudium

Entstehungszeitraum

SS 06

Zugehöriger Workspace

Betreuung

Produkt-Such-Maschine

Produkt-Such-Maschine

Die Produkt-Such-Maschine unterstützt den Kunden in einem Kaufhaus dabei, aus eine Masse von ähnlichen Produkten das Produkt schnell und effizient zu finden, das seinen Vorstellungen am nächsten kommt.

Problemstellung

In großen Kaufhäusern gibt es in einigen Abteilungen eine große Anzahl von Produkten, die sich äußerlich ähnlich sind, sich jedoch in den inneren, nicht sichtbaren Werten mehr oder weniger stark unterscheiden. Der Käufer kann nicht mehr allein nach dem Äußeren und der Marke gehen, wenn er sich seiner Wahl sicher sein möchte. Beispiele hierfür sind technische Geräte wie Handys, MP3-Player oder auch Weinflaschen.

Auch, wenn der Kunde bereits einige Kriterien, wie z.B. eine Preisvorstellung mitbringt, wird er dennoch von der Menge und Unübersichtlichkeit der Produkte erschlagen (und kauft im Zweifel gar nichts).

Lösungsansätze

Das Projekt beschränkt sich auf drei unterschiedliche Lösungsansätze für die Produktgruppe "MP3-Player". Der Kunde steht vor dem Regal und hat die Produkte im Blickfeld. An einem vor dem Regal angebrachten Pult hat er die Möglickkeit, Kriterien einzugeben, die die Wahl des Produktes beeinflussen. Je nach eingestellten Kriterien werden im die Produkte herum Info-Ringe eingeblendet, die Anzeigen, ob das Produkt bei der Auswahl noch relevant ist.

Sortieren nach technischen Kriterien

Neben dem Preis und dem Design spielen bei MP3-Playern vor allem technische Daten eine Rolle bei der Auswahl. Im ersten Lösungsansatz kann der Kunde die Produkte auf Knopfdruck nach technischen Kriterien und nach Preis sortieren. Dazu wird im Regal um die Produkte herum ein Info-Ring eingeblendet, der in einer Tortengrafik die Relevanz der eingestellten Kriteriums anzeigt. So lässt sich beispielweise der Speicherplatz der Geräte auf einen Blick vergleichen.

Sortieren nach sozialen Kriterien

Wenn sich ein Kunde über ein Produkt informiert, kann ein entscheidender Kaufanreiz die Empfehlung eines Freundes oder eines unabhängigen Experten sein. Im Internet, z.B. bei amazon.de, wird das Prinzip der sozialen Empfehlung bereits erfolgreich angewendet. Das Amazon-Pult nutzt die Daten von amazon.de, nach denen der Kunde die Produkte im Regal sortieren kann. Die Relvanz wird wieder über Tortengrafiken angezeigt. So ergibt sich eine ideale Kombination aus dem Nutzen von Informationen, die sonst nur in einer Webanwendung vorliegen, und dem Erleben und Ausprobieren eines Produktes, wie es nur im Laden möglich ist.

Ausschlusskriterien einstellen

Eine praktische Möglichkeit, irrelevante Produkte auszublenden, besteht darin, Ausschlusskriterien festzulegen. Möchte ein Kunde bspw. einen MP3-Player kaufen, der ein Radio enthält und nicht mehr als 200 Euro kostet, stellt er diese Kriterien auf dem Pult ein. Alle Produkte, die diesen Kriterien entsprechen, werden mit einem grünen Info-Ring markiert.

Technische Umsetzung

Für den Prototypen wurden die Pulte mit einen Arduino-Board bestückt, das die Eingaben / Einstellungen über USB an eine Flash-Applikation auf dem Rechner weitergegeben hat. Die Flash-Applikation hat die Info-Ringe errechnet, die dann auf das Regal mit den MP3-Playern projeziert wurden. Die gerätespezifischen Daten wurden aus einer XML-Datei zugeführt.

Für den Einsatz in einem Kaufhaus würden sich aus Kostengründen LED-Kränze um die Produkte besser eignen als Projektionen.

Weitere Informationen

Ein Projekttagebuch wurde geführt unter:

http://produktsuche.wordpress.com/

Nachträge

Januar 2011: Lionel Michel hat mich auf ein ähnliches Projekt am MIT aufmerksam gemacht: http://www.fastcompany.com/1716203/mit-media-labs-intel-powered-desk-lamp-will-change-how-you-shop-at-best-buy