Autor

Art des Projekts

Basic studies project

Entstehungszeitraum

SS 11

Zugehöriger Workspace

Betreuung

  • Prof. Danijela Djokic

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IA_IV // SS11 // Isabel Latza

IA_IV // SS11 // Isabel Latza

Informationen beschaffen. Sie verstehen, analysieren.
Visualisieren.

Kursarbeiten ›Informationsarchitektur und -visualisierung‹
im Sommersemester 2011 bei Danijela Djokic.

Vilém Flusser und ›Die Revolution der Bilder‹ Philosophie vs. Design

Aufgabe: Suche dir eine im Designkontext bedeutende Persönlichkeit und erzähle den anderen von ihm.

Vilém Flusser ist Philosoph, Medienkritiker und »digitaler Denker« des 20. Jahrhunderts. ›Die Revolution der Bilder - Der Flusser-Reader zu Kommunikation, Medien und Design‹ bündelt Gedanken und Theorien aus jahrzehntelangem philosphischen Schaffen.

Fünfzehn Minuten, ein Vortrag und ein Buch, das ohne Bilder, nur mit Worten auskommt. Das Vorhaben, Designstudenten einen Philosophen und sein Werk näher zu bringen, erweist sich als enorm schwierig. Ich rede mich um Kopf und Kragen, sehe hinter leuchtenden Äpfeln unzählige gerunzelte Stirnen und skeptisch hochgezogene Augenbrauenpaare. Welch Ironie, dass Herr Flusser sagt, »das Lesen von Buchstaben [wird] künftig als Symptom der Rückständig gelten« (Vilém Flusser, In: Die Revolution der Bilder, Erste These zur gegenwärtigen Lage (1989), Bollmann Verlag GmbH, 1995, S.51).
Der Funke springt nicht über, dabei bin ich doch selbst Feuer und Flamme. So viel habe ich gelesen, gegooglet, gelesen, nachgeschlagen, gegooglet, gegooglet, gesehen. Das muss man doch spannend finden! Falsch.
Das muss man spannender visualisieren.
(Referat im Linkordner)

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Von Hölzchen, Stöckchen und dem großen Ganzen

Aufgabe: Visualisiere deinen Referatstext neu. Diesmal spannend.

Dem Referieren geht das Recherchieren voraus.

Die ›Quellogie‹ entsteht.
Mein Programm ordnet die Wege über Zusatzliteratur und Google, über Wörterbuch und Wikipedia mittels grafischer Umsetzung und interaktiver Bedienung. Du klickst dich vom Kern, dem Ursprungstext, durch zusätzliche Quellebenen und erweiterst dein Wissen.
Von dem Wort »Abbild« im Flusser Aufsatz ›Der alphabetische ist in Wahrheit ein alphanumerischer Code‹ kommst du zur Erkenntnistheorie und Sokrates, zu Wirklichkeit und Idealismus und landest bei Platon und seinem Höhlengleichnis.

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»You know the business and I know the chemistry«

Aufgabe: Visualisiere den Verlauf eines Gesprächs.

›Breaking Bad‹ erzählt die Geschichte von Walter White, Chemielehrer an einer Highschool in Albuqurque im US-Bundesstaat New Mexico, der nach seiner Lungenkrebsdiagnose versucht, vor dem eigenen Abscheiden die finanzielle Notlage seiner Familie zu retten. Mit seinem ehemaligen Schüler Jesse Pinkman beginnt der unscheinbare Gut-Bürger, Crystal Meth zu kochen.
Ein Meisterwerk über Meth, Moral und Menschlichkeit.

In der Pilotfolge schlägt Walter Jesse den Deal vor (Vince Gilligan, 2009, ›Breaking Bad‹, S01E01, 00:27:03:10 bis 00:30:06:09).
Eine Dialogvisualisierung - interaktiv und chemieaffin.

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Wo ich herkomm - Schrift und Familie

Aufgabe: Erstelle einen interaktiven Stammbaum.

Vier Generationen der Familie Erk, meine Mutterseite, reichen derzeit vom Jahr 2011 bis ins Jahr 1924 zurück. Schicksale, Ereignisse und Verbindungen beinahe eines ganzen Jahrhunderts.

Zurück zum Ursprung.
Die Familie als Einheit einer typografischen Ordnung. Familienschriften, Schriftfamilien und Schnitte der Generationen. Und die Fotografie.

Vergangenes verblasst, ist weniger greifbar. Feingliedrig und leise stehen zwei Generationen über mir. Sie gehen mir voraus, sie sind bereits gegangen. Laut ist das, was gegenwärtig ist. Präsent, bewusst und stark. Die vierte Generation sind die Neuen, die Frischen. Entstanden durch die Schräge. Schräg, das ist das Fremde.
Das eine war, das andere wird sein. Das Lesen der Zeile befähigt zu historischem Bewusstsein. Sie zeigt die Zeit und bietet den Raum. Hier findet es statt - geboren, gelebt, gestorben. Magische Ereignisse. Das konkrete Erlebnis als Bild. Szenen. Momentaufnahmen. Fotos jedes Einzelnen. Ein zweiter Geburtstag, dreiundzwanzig Mal.
2011 endet der Strahl. Was bleibt, sind Beziehungen. Wer Opa war, wer Oma ist, Schwester und Onkel - sie bleiben.

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Was war, wie war's?

Aufgabe: Konzipiere eine sinnvolle Navigation durch deine Projektergebnisse.

Wer glänzen will, muss reflektieren.

Erwartungen hatte ich zu Beginn nicht viele. Neue Eindrücke und mehr Verständis für den fremden Studiengang Interfacedesign vielleicht. Einhergehend mit der Frage nach der eigenen Qualität als Kommunikationsdesignerin.
Verschieden groß war der Aufwand, den ich betrieben habe, um zum Schluss, Aufgaben mit für mich persönlich mehr oder minder großem Ertrag zu erzielen. Gekostet haben mich die Kurseinheiten einiges, sowohl Zeit als auch Nerven. Wie sehr ich gefordert wurde und wie zufrieden mich am Ende das jeweilige Ergebnis gemacht hat, lasse ich den User meines Programms ›IA_IV – Nettowerte‹ selbst ergründen.