Autor

Projektart

Studienarbeit im Grundstudium

Entstehungszeitraum

SS 10

Zugehöriger Workspace

Betreuung

WheelNav | SS 10 | Oxana Meier

WheelNav | SS 10 | Oxana Meier

Navigationssoftware für körperlich beeinträchtigte Menschen (Rollstuhlfahrer).
Zusammenarbeit mit Tom Haake, Alice Pawelczyk und Oxana Meier.

Inhalt

  • Problemstellung
  • „Related Work“
  • Methodisches Vorgehen
  • Konzept
  • Erster Papierprototyp
  • Usability Test
  • Redesign
  • Verbesserungen
  • Zusammenfassung
  • Ausblick

Problemstellung

Ziel der Applikation

Eine Navigationssoftware für körperlich beeinträchtigte Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind und denen eine barrierefreie Moblität innerhalb der Stadt ermöglicht werden soll und am Rollstuhl anbringbar und auch abhnehmbar ist.
Zielgruppe

  • Rollstuhlfahrer im Alter von 15-60 Jahren
  • männlich und weiblich
  • keine kognitiven Einschränkungen
  • meist geringes technisches Verständnis
  • trotzdem Interesse an günstigen bzw. kostenlosen barrierefreien
  • Lösungen (ggf. über mobile Services)
  • hoher Anspruch an einfache und intuitiv bedienbare Interfaces

„Related Work“

Methodisches Vorgehen

Persona / Zielgruppe
Rollstuhlfahrer im Alter von 15 - 60 Jahren.

Szenario
Von A nach B kommen
Alexander wohnt in Kreuzberg und möchte sich mit seinem Freund im
Alexa zum Shoppen treffen. Er ist Querschnittsgelähmt und von der
Hüfte abwärts gelähmt. Da er noch neu in der Stadt ist, nutzt er öfter Google Maps um sich zurecht zu finden. Leider beinhaltet die Applikation keine Unterstützung für barrierefreie Fortbewegung.

Konzept

Navigationsinterface für die barrierefreie Alltagsbewältigung

  • einfach bedienbares Interface mit intuitiver Steuerung
  • Routenplaner-Funktion
  • integriertes GPS-System
  • detaillierte Anzeige über: Route, Dauer, evtl. Umwege,Gegebenheiten der Route
  • optionale Anzeige von Features: Internet-Hotspots, behindertengerechte Toiletten, Fahrstühle, etc.
  • Ergänzung / Aktualiserung der Features über freie WLAN-Hotspots
  • Informationen über die Art der Beförderung (U-Bahn, S-Bahn, Tram, Bus)
  • Gewährleistung einer einfachen Steuerung auch für eventuelle Begleiter bzw. Hilfspersonen
  • Speicherung von Zielorten (Favoriten-Liste) und häufig besuchten Standorten(Kultur, Hobby, etc.)
  • Anpassung des Interfaces auf eigene Bedürfnisse (in Bezug auf persönl. Interessen: Kino, Bar, etc.)
  • verschiedene Arten der Ausgabe von Daten: Sprache, Text etc.

Erster Papierprototyp

Usability Test

Soziodemografische Daten

  • weiblich
  • 44 Jahre
  • lebt in einer Ehe-ähnlichen Gemeinschaft
  • Verwaltungsangestellte im öffentlichen Dienst
  • hat bereits Erfahrungen mit Navigationssoftware (Auto) gesammelt
    nutzt kein mobiles Internet
  • plant Routen via GoogleMaps für Urlaube, etc.

Fragen
1. Haben Sie schon einmal eine Navigationssoftware benutzt?
Ja, im Auto.
2. Haben Sie dabei wichtige Funktionen vermisst?
Nein.
3. Welche Funktionen halten Sie für überflüssig bei einer
Navigationssoftware?
Keine bekannt.
4. Welche Funktionen sind Ihnen am Wichtigsten bei einer
Navigationssoftware?
Optimale Strecke finden (Kürzeste nicht immer die Beste)
5. Nutzen Sie mobiles Internet unterwegs?
Nein, nur zuhause und auf Arbeit.

Test
Aufgabe 1
Sie befinden sich in der Storkower Straße 18 in Berlin und möchten sich auf dem Navigationssystem die Route zur Pappelalle 8 in Potsdam anzeigen lassen. Lassen Sie sich zu gegebener Zeit – d.h. wenn die Funktion geboten wird – Details zu Ihrer Route anzeigen.
Aufgabe 2
Wählen Sie aus Ihren Favoriten die Bar „Molotow Cocktail“ aus und lassen Sie sich die Route dorthin von dem Navigationssystem planen. Finden Sie heraus, welche öffentlichen Verkehrsmittel in der Nähe liegen und wie lange die Bar Freitags offen hat.
Aufgabe 3
Sie möchten sich informieren, wo sich das Bürgeramt Friedrichshain-Kreuzberg befindet und ob es rollstuhlgerecht ausgestattet ist.

Einige der wichtigsten Problemfelder waren

  • Navigation: ZURÜCK, VOR, MENÜ
  • falsche Interpretation der Icons / Symbole
  • störende Überlagerungselemente

Redesign

Digitaler Prototyp mit ersten Verbesserungen

  • einheitliche Styles für zusammengehörige UI-Elemente
  • verbesserte Darstellung der Kartenansicht
  • Anpassung der Icons für Detailansicht und Kartenansicht

Verbesserungen

  • Einbindung von behindertengerechten Sanitäranlagen
  • Informationen zur Beschaffenheit der Straße
  • Einblendungen für „nächste Schritte“
  • Hauptmenüpunkte überarbeiten (bessere Methaphern finden)
  • Wording verständlicher machen

Zusammenfassung

  • einfach bedienbares Navigationssystem
  • Integration von persönlich festgelegten Favoriten
  • Auskunft über ortsbezogene Sonderziele
  • Planen von Routen mit spezifischen Detailinformationen

Ausblick

  • optional einstellbare Sprachausgabe
  • Integration eines Hilfeassistenten um Begleitpersonal anzufordern
  • einfach aktualisierbares Kartenmaterial über einen Drittanbieter