Dein Fachbereich braucht Dich,
sonst könnte es irgendwann mal heissen
Studiengebühren kommen ab nächstem Semester.
Oder, es gibt in nächster Zeit keine neue Grundlagenprofessur.
Oder der Fachbereich wird verschult und es gibt feste Stundenpläne
Oder wer Kurse nicht regelmäßig besucht bekommt keinen Schein
Oder das Casino wird aufgelöst und in eine Fortbildungsstätte der FH umgewandelt.
Es könnte aber auch heissen
um das Studium sinnvoll vertiefen zu können, müssen im Hauptstudium weniger Kurse absolviert werden
und, Bestandteil jeden Kurses ist eine spannende, informative zur Thematik passende Vorlesung
und es gibt Einführungskurse in Photoshop, InDesign, Flash etc.
und es gibt differenzierte Bewertungen
und es gibt Arbeitsräume in denen jeder seinen eigenen Arbeitsplatz hat.
und in Grundlagenkursen sind mal weniger als 30 Leute
und es gibt ab sofort in der Mensa Bio-Kost und die Menüs können beliebig gemischt werden
und es gibt neue Jobangebote an der Hochschule und der Berufseinstieg wird noch besser gefördert
Das sind alles Möglichkeiten, die in der ein oder anderen Form auch diskutiert werden.
Vielleicht ist ja für die einen manches vorstellbar was mir gar nicht behagt und umgekehrt, aber ohne Diskurs und Anteilnahme am Geschehen gibt es weder untereinander, gegenüber den Professoren, FH intern noch nach außen eine Position.
Als studentischer Vertreter soll ich aber im Fachbereichsra neben Alexander Warth die studentische Position vertreten.
Das fällt mir dann ziemlich schwer.
Ohne studentische Beteiligung, Initiative verkommt die FH für mich zu einem Art "Bildungs fast-food" mit "Drive-In" oder einem "Cash and carry" Markt.
Je mehr Studenten (und natürlich auch Professoren), die sich interessieren, Fragen stellen, zu etwas auffordern, Ideen einbringen, um so gehaltvoller wird die Lehre, umso interessanter, vielfältiger, auch gewichtiger wird der Fachbereich innerhalb der Hochschule und im Blickfeld von außen hinsichtlich Arbeitgebern und potentiellen Kunden und umso mehr kommt letztendlich für den Einzelnen heraus.
Manchmal genügt zur Meinungsäußerung, zur Motivation anderer oder der Anteilnahme, einfach der Gang zur Wahl,
das Kleben eines kleinen gelben Zettelchens oder ein Redebeitrag in einen der Studentenversammlungen (siehe auch Beitrag: Quo vadis »homo estudians design«?)
Daher freu ich mich über Benedikt der für den Senat kandidiert, über Micha, Felix, Steffanie und Anne, die sich für den Fachbereichsrat eingeschrieben haben, über das Zeigmal-, Applaus-, Spiele-, Echtzeit-, Buchmesse, Interfaceraumaufräumerteam, die Tutoren, die Werkstatthelfer, die Casino Leute und alle anderen die schon (an)teilnehmen...
Stefan Berg